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Sicherheit in der Trinkwasserhygiene
Besonders in der Warmwasserzirkulation finden sich geeignete Bedingungen zur Vermehrung von Legionellen. Dieses trifft besonders auch auf wenig durchströmte, schlecht isolierte Kaltwasserleitungen zu, die in Installationsschächten zusammen mit Warmwasser- und Heizungsleitungen verlegt sind. Auch alte Systeme mit überdimensionierten oder außer Betrieb gesetzten Leitungen bieten einen geeigneten Nährboden. Ist ein System befallen, ist eine aufwendige Grunddesinfektion erforderlich. Soll ein System vorbeugend geschützt werden, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die jeweils Vor- und Nachteile haben.
Operationsbestecke erfordern Reinstwasser
Für das Speisewasser für Dampferzeuger zur Sterilisation etwa von Operationsbestecken gelten nach DIN EN 285 hohe Anforderungen. Insbesondere muss das Wasser entsalzt werden, denn die Leitfähigkeit darf 5 µS/cm nicht überschreiten. Meist wird das enthärtete Trinkwasser über eine Umkehrosmoseanlage entsalzt. Bei üblichen Entsalzungsraten von etwa 98% kann die geforderte Leitwertgrenze schon ab einer Leitfähigkeit von 250 µS/cm im Rohwasser Probleme bereiten. Werden nur kleinere Mengen an Speisewasser für die Sterilisatoren benötigt, kann das durch eine Umkehrosmose entsalzte Wasser über mit Ionenaustauscherharze befüllte Mischbettpatronen weiter entsalzt werden. Diese müssen jedoch regelmäßig zum externen Regenerieren gegeben werden, da hierfür ein hoher technischer Aufwand erforderlich ist, der vor Ort nicht immer wirtschaftlich geleistet werden kann. Die geforderten Grenzwerte werden bei praktisch jedem Rohwasser in Deutschland durch eine Aufbereitung mit einer zweistufigen Umkehrosmoseanlage erreicht. Hierbei wird das Permeat einer Umkehrosmoseanlage durch eine weitere weiter entsalzt. Hierbei kann wenn erforderlich auch durch entsprechende Verfahrensschritte die Kohlensäure des Wassers entfernt werden, was im Normalfall nicht geschieht.
Eine noch höhere Reinheit des Wassers von < 1 µS/cm wird höchst effektiv durch eine Kombination von Umkehrosmose und einer nachgeschalteten Elektro-deionisierung (EDI) erreicht. Bei der kontinuierlichen Deionisierung werden in einer EDI-Zelle die Verfahren Elektrodialyse und Ionenaustausch miteinander kombiniert, um auch noch geringe bestehende Ionenverunreinigungen aus dem Wasser zu entfernen. Mit der Berkefeld midiCEDI bietet Veolia Water Systems eine kompakte Anlage an, die in einem äußerst wirtschaftlichen Betrieb Wasser in Laborqualität erzeugt. Erreicht wird eine kontinuierliche Entsalzung ohne Einsatz von Chemikalien.
Keimfrei baden: Wasser im Therapiebad
Therapiebäder spielen im Therapiekonzept vieler Krankenhäuser eine wichtige Rolle. Zur Definition der Anforderungen an das Schwimm- und Badebeckenwasser unter anderem speziell in Therapiebädern ist eine Neufassung der DIN 19643 in Vorbereitung. Die Neufassung wird einzig Ultrafiltration als geeignetes Verfahren neben der bisher allein zulässigen Ozontechnik beinhalten. Dieses Membranverfahren kommt als höchst effiziente und gleichzeitig Platz sparende Alternative zu konventionellen Mehrschichtfiltern mit Ozonstufe in vielen Krankenhausprojekten für Neubauten und Sanierungen in Frage. Eingesetzt wird die Ultrafiltration als Aufbereitungsstufe nach Vorfiltration von Partikeln und Flockung unter anderem von kolloidal gelösten Verunreinigungen. Das Filtrat wird dann mit Chlor versetzt dem Becken zugeleitet. Die UFlex-Anlage von Veolia Water Systems hat sich in Therapie- und Bewegungsbädern bereits erfolgreich bewährt.
Mehr auf: www.veoliawaterst.at
Bild 1:
Veolia Water Systems präsentierte auf der ISH seine Lösungen für Wassertechnikanwendungen im Krankenhaus.
Bild 2:
Das durch die BerkeDES erzeugte Chlordioxid bekämpft Legionellen und Biofilme im Trinkwassersystem.
Bild 3:
Die midiCEDI vereint Umkehrosmose mit Elektroentionisierung. Das Ergebnis ist Wasser, das die Anforderungen in der Zentralsterilisation eines Krankenhauses erfüllt.
Bild 4:
Keimfreies und brillant klares Beckenwasser wird durch die UFlex Ultrafiltration sichergestellt.
Unternehmensprofil
Veolia Water Systems Austria ist ein Tochterunternehmen von VeoliaWater Solutions & Technologies (VWS), eine Tochtergesellschaft von Veolia Water und spezialisierter Anbieter von Technologien zur Wasseraufbereitung. VWS ist eines der führenden Unternehmen bei der Planung und Realisierung komplexer Anlagen. Mit mehr als 9.600 Mitarbeitern in 57 Ländern erwirtschaftete Veolia Water Solutions & Technologies 2010 einen Umsatz von 2,15 Milliarden Euro.
Kontakt:
Veolia Water Systems Austria GmbH
Karl-Heinz Büchl - Geschäftsführer
Mosetiggasse 3; 1230 Wien
Telefon: 01 66 50 353
Fax: 01 698 65 50 10
karl-heinz.buechl@veoliawater.com
24 Stunden Service Hotline: 0800 233 855
www.veoliawaterst.at