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Pressemitteilungen

19/05/2011 - Wien

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Krankenhaus-Gebäudetechnik: Gesundheit durch einwandfreie Wasserqualität

Wien, 18. Mai 2011 - Wo Kranke und immungeschwächte Menschen versorgt werden, hat höchste Wasserqualität Priorität. Doch auch im Hospital bleibt die Sicherung der Wasserqualität eine Herausforderung für Planer, Installateure und Techniklieferanten. Vielfältig sind die Prozesse in solch einem Gebäudekomplex, bei denen Wasseraufbereitung eine kritische Rolle spielen. Dabei geht es um Trinkwasserhygiene, aber auch um Heiz-, Kühlwasser- und Klimakreisläufe, um Wasseraufbereitung für die Gastronomie und Therapiebecken sowie Dampferzeugung zum Beispiel für Sterilisatoren und Reinstwasser im Labor.

Sicherheit in der Trinkwasserhygiene

Besonders in der Warmwasserzirkulation finden sich geeignete Bedingungen zur Vermehrung von Legionellen. Dieses trifft besonders auch auf wenig durchströmte, schlecht isolierte Kaltwasserleitungen zu, die in Installationsschächten zusammen mit Warmwasser- und Heizungsleitungen verlegt sind. Auch alte Systeme mit überdimensionierten oder außer Betrieb gesetzten Leitungen bieten einen geeigneten Nährboden. Ist ein System befallen, ist eine aufwendige Grunddesinfektion erforderlich. Soll ein System vorbeugend geschützt werden, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die jeweils Vor- und Nachteile haben.

  • Bei der thermischen Desinfektion wird das gesamte System regelmäßig auf mindestens 70 °C aufgeheizt. Dabei sind alle Zapfstellen so lange zu öffnen, bis diese Temperatur dort mindestens drei Minuten besteht. Im laufenden Krankenhausbetrieb ist dieses Verfahren praktisch kaum durchführbar, da für einen entsprechenden Verbrühungsschutz zu sorgen wäre.

  • Die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV) ist nur für neue, desinfizierte Systeme geeignet. Es findet lediglich eine punktuelle Behandlung statt. Man erzielt mit diesem Verfahren keine Depotwirkung, um auch Keime abzutöten, die sich bereits im System angesiedelt haben.

  • Für die chemische Desinfektion sind verschiedene Chlorprodukte zugelassen, wobei auch nach der Art der Herstellung unterschieden wird. Chlor, in verschiedenen Formen, wird dem Wasser mengenproportional zudosiert. Dadurch werden alle Bereiche des Systems erreicht. Durch die Zugabe von Chlorbleichlauge, was in der Trinkwasserdesinfektion nicht unbedingt dem Stand der Technik entspricht, oder einer vor Ort elektrolytisch hergestellten Chlorlösung, wirkt im Trinkwasser freies Chlor. Dies hat eine gute Desinfektionswirkung auch gegenüber Legionellen. Allerdings werden so genannte Biofilme, in denen Legionellen häufig leben, nur bedingt angegriffen. Im Gegensatz dazu hat Chlordioxid eine dreifach höhere Wirkung gegen Legionellen. Es wirkt auch gegen Biofilme und kann somit dort eingenistete Legionellen abtöten. Chlordioxid wird vor Ort durch ein Zwei-Komponenten Produkt oder eine Erzeugungsanlage hergestellt. Das hiermit gefahrlos produzierte Chlordioxid wirkt nahezu geruchsfrei und geschmacksneutral.

Operationsbestecke erfordern Reinstwasser

Für das Speisewasser für Dampferzeuger zur Sterilisation etwa von Operationsbestecken gelten nach DIN EN 285 hohe Anforderungen. Insbesondere muss das Wasser entsalzt werden, denn die Leitfähigkeit darf 5 µS/cm nicht überschreiten. Meist wird das enthärtete Trinkwasser über eine Umkehrosmoseanlage entsalzt. Bei üblichen Entsalzungsraten von etwa 98% kann die geforderte Leitwertgrenze schon ab einer Leitfähigkeit von 250 µS/cm im Rohwasser Probleme bereiten. Werden nur kleinere Mengen an Speisewasser für die Sterilisatoren benötigt, kann das durch eine Umkehrosmose entsalzte Wasser über mit Ionenaustauscherharze befüllte Mischbettpatronen weiter entsalzt werden. Diese müssen jedoch regelmäßig zum externen Regenerieren gegeben werden, da hierfür ein hoher technischer Aufwand erforderlich ist, der vor Ort nicht immer wirtschaftlich geleistet werden kann. Die geforderten Grenzwerte werden bei praktisch jedem Rohwasser in Deutschland durch eine Aufbereitung mit einer zweistufigen Umkehrosmoseanlage erreicht. Hierbei wird das Permeat einer Umkehrosmoseanlage durch eine weitere weiter entsalzt. Hierbei kann wenn erforderlich auch durch entsprechende Verfahrensschritte die Kohlensäure des Wassers entfernt werden, was im Normalfall nicht geschieht.

Eine noch höhere Reinheit des Wassers von < 1 µS/cm wird höchst effektiv durch eine Kombination von Umkehrosmose und einer nachgeschalteten Elektro-deionisierung (EDI) erreicht. Bei der kontinuierlichen Deionisierung werden in einer EDI-Zelle die Verfahren Elektrodialyse und Ionenaustausch miteinander kombiniert, um auch noch geringe bestehende Ionenverunreinigungen aus dem Wasser zu entfernen. Mit der Berkefeld midiCEDI bietet Veolia Water Systems eine kompakte Anlage an, die in einem äußerst wirtschaftlichen Betrieb Wasser in Laborqualität erzeugt. Erreicht wird eine kontinuierliche Entsalzung ohne Einsatz von Chemikalien.

Keimfrei baden: Wasser im Therapiebad

Therapiebäder spielen im Therapiekonzept vieler Krankenhäuser eine wichtige Rolle. Zur Definition der Anforderungen an das Schwimm- und Badebeckenwasser unter anderem speziell in Therapiebädern ist eine Neufassung der DIN 19643 in Vorbereitung. Die Neufassung wird einzig Ultrafiltration als geeignetes Verfahren neben der bisher allein zulässigen Ozontechnik beinhalten. Dieses Membranverfahren kommt als höchst effiziente und gleichzeitig Platz sparende Alternative zu konventionellen Mehrschichtfiltern mit Ozonstufe in vielen Krankenhausprojekten für Neubauten und Sanierungen in Frage. Eingesetzt wird die Ultrafiltration als Aufbereitungsstufe nach Vorfiltration von Partikeln und Flockung unter anderem von kolloidal gelösten Verunreinigungen. Das Filtrat wird dann mit Chlor versetzt dem Becken zugeleitet. Die UFlex-Anlage von Veolia Water Systems hat sich in Therapie- und Bewegungsbädern bereits erfolgreich bewährt.

Mehr auf: www.veoliawaterst.at

Wassertechnik-Anwendungen im Krankenhaus

Bild 1:

Veolia Water Systems präsentierte auf der ISH seine Lösungen für Wassertechnikanwendungen im Krankenhaus.

BerkeDES Chloriderzeugung zur Trinkwasserreinigung

Bild 2:

Das durch die BerkeDES erzeugte Chlordioxid bekämpft Legionellen und Biofilme im Trinkwassersystem.

midiCEDI-Anlage zur Zentralsterilisation im Krankenhaus

Bild 3:

Die midiCEDI vereint Umkehrosmose mit Elektroentionisierung. Das Ergebnis ist Wasser, das die Anforderungen in der Zentralsterilisation eines Krankenhauses erfüllt.

UFlex-Anlage für keimfreies Wasser im Therapiebecken

Bild 4:

Keimfreies und brillant klares Beckenwasser wird durch die UFlex Ultrafiltration sichergestellt.

Unternehmensprofil

Veolia Water Systems Austria ist ein Tochterunternehmen von VeoliaWater Solutions & Technologies (VWS), eine Tochtergesellschaft von Veolia Water und spezialisierter Anbieter von Technologien zur Wasseraufbereitung. VWS ist eines der führenden Unternehmen bei der Planung und Realisierung komplexer Anlagen. Mit mehr als 9.600 Mitarbeitern in 57 Ländern erwirtschaftete Veolia Water Solutions & Technologies 2010 einen Umsatz von 2,15 Milliarden Euro.

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Karl-Heinz Büchl - Geschäftsführer
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